Kopfschmerzen nach Rauchstopp: Was kannst du tun?

Frau massiert sich die Schläfen am Kopf

Kopfschmerzen nach dem Rauchstopp sind ein mögliches und häufiges Symptom des Nikotinentzugs. Das ist allerdings nur eine von vielen möglichen Entzugserscheinungen beim Rauchen aufhören, welche auftreten, weil sich der Körper umstellen muss auf ein Leben als Nichtraucher.

Das Kopfweh beim Aufhören ist trotzdem kein Grund, weiter zu rauchen. Denn erstens leiden Raucher öfter an Kopfschmerzen und Migräne. Zweitens löst sich das Kopfweh bei Rauchstopp schon bald wieder auf.

Hilfe bei Kopfschmerzen nach Rauchstopp

  1. Entspanne dich - Entspanne dich immer wieder bewusst in deinem Alltag, ganz ohne Zigarette. Du kannst zum Beispiel…
    • darauf achten, ob du unbewusst einen oder mehrere Körperteile anspannst – und wenn du das bemerkst, bewusst loslassen.
    • deine Aufmerksamkeit eine Minute lang auf deinen Atem richten. Atme bewusst tief ein und aus, am besten an der frischen Luft oder mit offenem Fenster. Du wirst dich gleich entspannter fühlen, und stellst sicher, dass dein Körper mit genug Sauerstoff versorgt ist.
  2. Genug Wasser trinken - Oftmals kommt es nur zu Kopfschmerzen, weil man zu wenig trinkt. Achte also darauf, dass du genug trinkst, am besten Wasser und keine Schorlen, Limos oder Säfte.
  3. Ingwertee trinken - Durch seine Inhaltsstoffe kann Ingwertee dabei helfen, Kopfschmerzen zu reduzieren.
  4. Ausreichend schlafen - Genug Schlaf ist wichtig, damit dein Energielevel während des Tages nicht abfällt und du dich nicht müde und abgeschlagen fühlst. Als Nichtraucher schläfst du sowieso bald wieder besser, denn Zigaretten verursachen Schlafstörungen.
  5. Mehr Bewegung - Bewegung ist essentiell für deine Gesundheit. Sie regt Kreislauf und Stoffwechsel an, sodass dein Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt wird, und hilft somit, mögliche Ursachen für Kopfschmerzen zu beseitigen oder ihnen vorzubeugen. Durch Sport verflüchtigt sich außerdem das Nikotin schneller aus deinem Körper!
  6. Kopfmassage - Massiere ein paar Minuten Kopf und Gesicht, vor allem die Stellen, die sich verspannt anfühlen. Das regt die Durchblutung an, und tut auch einfach gut!
  7. Pfefferminzöl - Reibe Stirn und Schläfen mit etwas Pfefferminzöl ein und warte ein wenig – nach etwa 15 Minuten spürst du die Linderung.
  8. Kaltes Fußbad - Ein kaltes Fußbad regt die Durchblutung an, und kann Kopfschmerzen im Nu verschwinden lassen.
  9. Kaffee trinken - Ein Kaffee kann kurzfristig helfen, die Kopfschmerzen nach dem Rauchstopp aufzulösen. Dies kann allerdings auch ins Gegenteil umschlagen, wenn du zu viel Kaffee trinkst: Eine mögliche Nebenwirkung vom Koffeinentzug sind Kopfschmerzen! Genieße diesen Tipp also mit Vorsicht.
  10. Richtige Ernährung - Vor allem wenn der Blutzuckerspiegel sinkt, kann es schnell zu Kopfschmerzen kommen – und der ist nach dem Aufhören zunächst durcheinander! Iss vorwiegend Lebensmittel, welche den Blutzucker konstant halten – so wie Vollkornprodukte und Trockenfrüchte.

Noch mehr Tipps und Hausmittel gegen Kopfschmerzen findest du hier.

Führt Rauchen zu Kopfschmerzen?

Dass Kopfschmerzen nach Rauchstopp zeitweise auftreten können, das erfahren viele als Nebenwirkung des Nikotinentzugs. Doch führt auch das Rauchen selbst zu Kopfschmerzen?

Dazu gibt es tatsächlich verschiedene Studien. So haben spanische Forscher einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Migräne feststellen können. Raucher sollen also öfter an Migräne leiden.

Dass Rauchen zu Kopfschmerzen führen kann, ist aber auch nicht verwunderlich. Schließlich ist Nikotin ein Nervengift und wirkt somit auf das Nervensystem. Und Migräne hat viel zu tun mit einer Überreizung der Nervenzellen.

Also ja, es ist durchaus möglich, dass das Rauchen zu Kopfschmerzen führt oder diese zumindest begünstigt.

Andere Ursachen für Kopfschmerzen

Nicht nur das Rauchen oder der Rauchstopp können zu Kopfschmerzen führen. Tatsächlich gibt es sehr viele Ursachen für Kopfschmerzen. Viele davon sind auch noch wenig erforscht oder unklar.

Es ist daher besonders wichtig, auf die Zusammenhänge zwischen möglichen Ursachen und den Kopfschmerzen bei sich selbst zu achten.

Folgende Dinge sind sehr oft die Ursache von Kopfschmerzen.

  • Verhärtete Muskeln in Nacken oder Schultern - Der Bewegungsmangel und das viele Sitzen in der heutigen Zeit führt zu ungleichmäßigen Belastungen der Muskeln. Einige Muskeln werden überbeansprucht, die anderen stark vernachlässigt.
    Verkrampfte Muskeln in Nacken oder Schultern reizen die dort verlaufenden Nerven und führen sehr häufig zu den sogenannten Spannungskopfschmerzen. Mehr Bewegung, gezielte Dehnung und Wärme können dabei oftmals gut Abhilfe schaffen.
  • Hormonbedingte Kopfschmerzen - Das Hormonsystem des Menschen ist sehr komplex. Ein Ungleichgewicht darin kann zu Überreizungen führen und zum Beispiel Migräne verursachen. Hierbei kommt natürlich das Rauchen als Ursache in Frage, weil es in das Hormonsystem eingreift und dieses destabilisiert.
  • Sehschwäche - Eine Sehschwäche wird oftmals nicht so schnell bemerkt, weil sie schleichend kommt. Sie führt allerdings auch häufig zu Kopfschmerzen, vor allem beim Lesen oder beim Arbeiten am Computer. Die Lösung ist natürlich, eine mögliche Sehschwäche beim Optiker oder Augenarzt abzuklären, und dann entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Was hilft dir am besten bei Kopfschmerzen? Hinterlasse einen Kommentar, und hilf anderen, ihre Kopfschmerzen nach dem Rauchstopp loszuwerden!

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